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Tuning von Fahrzeugen funktioniert in etwa folgendermaßen:

Im Motorsteuergerät des entsprechenden Fahrzeugs sind so genannte Kennlinien abgelegt, die das Verhalten der Regelmechanismen unter bestimmten Bedingungen festlegen. Als Beispiel: Die Kennlinien besagen, dass die Einspritzmenge X bei Motordrehzahl Y und Lufttemperatur L einen bestimmten Wert haben soll. Zusätzlich werden bei vielen Fahrzeugen noch Mengenbilanzen erstellt, die innerhalb bestimmter Toleranzrahmen zu liegen haben. Es werden natürlich noch einige andere Werte wie Luftdruck, Benzinqualität, erzeugte Kraft (ja, über den Drehmomentsensor im Getriebe, liebe BMW-Fahrer!!), usw. berücksichtigt.

Dabei ist die Anzahl der berücksichtigten Faktoren je nach Fahrzeugmarke und Typ unterschiedlich. Dabei spielt auch das Fahrzeugalter eine Rolle. Ältere Fahrzeuge berücksichtigen meist weniger Faktoren und sind eher einfacher im Aufbau. An dieser Stelle eine kleine Anmerkung: Es gibt beim Tuning Unterschiede qualitativer Art. Es ist ein Unterschied, ob ein Tuning mittels Widerstands in der Luftmassenmesser-Signalleitung, oder diversen anderen Geber-Leitungen erfolgt, oder ob die neue Kennlinie unter Berücksichtigung der Mengenbilanzen auf dem Leistungsprüfstand entwickelt wurde und dann mittels Prozessormodul oder durch Modifizieren des Steuergerätes erfolgt.

Achten Sie daher darauf, wer ihnen das Tuning anbietet! Der Kunde hat nahezu keine Möglichkeit vor dem Kauf die Qualität des Tunings zu prüfen. Daher ist es angebracht, auf den Ruf des Tuners zu achten. Machen Sie sich die Mühe und erkundigen sich über den Anbieter und machen sich erst ein Bild über ihn. Beim tunen über die OBD-Schnittstelle sollte man folgendes beachten:

Man sollte für die Programmierung der Steuergeräte keine Betriebssysteme mit einem echtem Multitasking verwenden. Dazu gehören unter anderem Windows NT/2000/XP und Linux. Die Tatsache, dass das Betriebssystem die Tasks kurz unterbricht, um zu schauen, ob diese noch antworten, führt dazu, dass die Kommunikation zum Fahrzeug abbricht, oder einige Bits "verschwinden". Zum tunen sind also Betriebssysteme wie DOS, Windows95/98/ME besser geeignet.
Jüngere Fahrzeuge sind im Allgemeinen eher zum Tunen über OBD geeignet, als ältere. Wenn ein Tuning über OBD nicht möglich ist, muss man den entsprechenden Chip auslöten und direkt programmieren.
Dabei ist zu beachten, dass die Hersteller von Fahrzeugen sich sehr große Mühe geben, die Veränderung der Kennlinien, die für die Kraftausbeute zuständig sind, zu erschweren.
Früher mussten Eproms ausgelötet, umprogrammiert, und wieder eingelötet werden, wohingegen heutzutage die Sicherheitsmechanismen eher softwaremäßiger Natur sind. Dabei bedient man sich Sicherheitsmechanismen wie Verschlüsselung, digitale Signaturen, etc.
Alles in allem bleibt es aber dabei, dass jegliche Bemühungen der Hersteller durch findige Köpfe über kurz oder lang umgangen werden. (Die rechtlichen Auswirkungen seien an dieser Stelle außer Acht gelassen)
Sollten Sie sich für ein Tuning interessieren, informieren Sie sich bei den Herstellern und Tunern über die Möglichkeiten, die ihr Fahrzeug bietet. Unsere Liste wird im Laufe der nächsten Zeit noch erweitert.

 
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